Aktionen im Fuchsbau

Wir geben den jungen Menschen einen Impuls, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen. Das aktive Tun ist keine Ablenkung von der Trauer durch irgendeine Freizeitgestaltung, sondern lebendige Trauerbewältigung.

 

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Masken - hinter denen wir uns verstecken

Unsere Mitmenschen tun sich schwer, Gefühle wie Trauer zuzulassen. In unserer Spaßgesellschaft sind oft nur coole Menschen gefragt. Trauernde verstecken ihre wahren Emotionen oft hinter einer Maske, weil sie Angst haben, wegen ihrer Trauerreaktionen für verrückt gehalten und ausgegrenzt zu werden. Tatsächlich sind Trauernde „verrückt“,  - ein geliebter Mensch ist nämlich nicht mehr da und ihr Leben ist tatsächlich „verrückt“ worden. Es ist nichts mehr so, wie es mal war.

Die Maske kann mit den Jahren zu einer Rüstung werden, aus der der Trauernde vielleicht nicht mehr herauskommt. Versteckte Gefühle verhärten die Seele, sodass man sich nicht freuen und auch nicht weinen kann. Man verarmt emotional.

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Erinnerungen an den Verstorbenen festhalten

Durch das Gestalten der Collagen, werden Erinnerungen geweckt. An gemeinsame Erlebnisse, an bestimmte Orte, an gemeinsame Tätigkeiten.
Es tut weh zu spüren, dass etwas fehlt aber es tut auch gut zu spüren, was da war. Das Festhalten dieser Erinnerungen hilft, den Verlust zu verstehen und ihn wirklich zu machen.


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Gruß an die Verstorbenen
Mit dem Rauch steigen auch die geschriebenen und gemalten Botschaften in den Himmel   –   so bekommt der Mensch, den wir so vermissen, unsere Grüße vielleicht per „Luftpost“ zugestellt.

 

 

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 ÄNGSTE 

Die Angst begraben
sich willkommen fühlen
einfach da sein
aufleben können
sich freuen
sich frei machen
Hoffnung schöpfen
sich dem Leben öffnen
sich auf den Weg machen
das Wunderbare entdecken
Frieden finden

                                                         Beate Schlumberger

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 Appetitlosigkeit ist oft ein Symptom der Trauer

Lust auf essen ...

 Lust auf mehr ...

 

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 Wegbegleiter in der Trauer – Pferd „J.J.“

… ein guter Freund, einer der zuhören kann, einer der trägt, einer der Wärme gibt, einer der Vertrauen schenkt, einer der sanft berührt, einer der schweigen kann, einer der den Menschen so lässt wie er ist ...

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Gemeinschaft macht stark.

Trauer braucht Menschen, bzw. eine Gemeinschaft

WIR an einem Ort an dem wir wachsen
Wir - gemeinsam an diesem Ort
Einem Ort  - an dem sich Gleichgesinnte tummeln
Gleichgesinnte - jeder geht seinen Weg
Jeder Weg - hinterlässt eine Spur
Die Spur - begegnet anderen Spuren, sie kreuzen sich
Kreuzungen - bedeutet sich berühren
Berührungen - geben Farbe
Färbungen - werden mehr oder weniger angenommen
Annehmen - heißt sich wandeln
Wandlung - gleich Veränderung, Wachstum, Reifen … !”
                                                                         ©ErikaMaluck

Bild©byVictoria,Carolin,Carina,Luca,Lisanne           

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Klangschalen  
Die Klangschwingungen bei einer Klangschalenmeditation fließen in den Menschen. Feinste Vibrationen erfüllen den Körper und lösen Verspannungen. Ihre Wirkung ermöglicht einen Zustand der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit. Gesunde Menschen werden gestärkt und finden neue Kraft und Kreativität.

Der Ton der Klangschale bringt die Seele zum Schwingen.

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Die Trommel berührt Menschen in ihrem Innersten.
Das Trommeln kann durch die Kraft der Schläge die eigenen Gefühle ausdrücken, ohne ein Wort zu sagen. Durch das Trommeln können eigene Aggressionen abgebaut werden und seine eigene Kraft spüren. Die Gemeinschaft wird gefördert, weil alle zur selben Zeit einen Rhythmus trommeln und es entsteht eine Bindung. Es macht wach und versetzt den, der trommelt und den, der zuhört in Schwingung. Freude und Ausgeglichenheit stellen sich ein, es befreit von Hemmungen und Unsicherheit und verbessert das gesamte Körperbewusstsein.

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Fotocollage
Malen, gestalten, kreativ sein, ist eine Möglichkeit des nonverbalen Ausdrucks. Das bildhafte Denken wird angeregt, die eigenen Fantasien werden gefördert. Zugleich ist der Pinsel ein geeignetes Instrument Stimmungen wiederzugeben und eine hervorragende Möglichkeit sich die Sorgen von der Seele zu malen.
Die Kinder nehmen sich Zeit für sich und können jedem Gefühl Ausdruck verleihen. Malen weckt Erinnerungen und kann auch zu neuen Erfahrungen mit sich selber führen. Es erlaubt das Loslassen, den Wandel und die Veränderung. Die Wertschätzung und Achtsamkeit gegenüber den Kunstwerken stärken das Selbstvertrauen. Das gibt ein positives Selbstwertgefühl und ist wesentlich für ein gesundes Leben.

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Wertvolle Erinnerungen aufbewahren

Die hübsch gestaltete Kiste soll nicht leer bleiben, sondern das Leben in sich halten und weiterleben ... mit Erinnerungen, Gedanken, Notizen, Gefühlen, Utensilien ... alles was an einen lieben Menschen erinnert.

Das ist das Innere der Schatzkiste!

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Gedenk- und Erinnerungssteine

Steine strahlen Beständigkeit aus.

Die im Stein verewigten Namen und Gedanken sind dauerhaft und wertvoll.

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 Impuls - VERGÄNGLICHKEIT

Die Fuchsbau-Kinder erleben spannende Stunden im Deister und erfahren durch das gestalten von „LandArt“ was Vergänglichkeit heißt.

LandArt ist eine recht junge Kunst, in der das Gestalten mit Naturmaterialien in der Natur eine große Rolle spielt. Das Wort kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie Landschaftskunst. LandArt-Künstler gestalten ihre Werke ausschließlich aus Naturmaterialien und belassen sie am Ort ihrer Entstehung: in der Natur. Aus natürlichen Materialien wie Steine, Sand, Laub, Äste und Wurzeln, Lehm, Blüten, Gräser, Schnee, usw. entstehen interessante Bilder und Konstrukte, aber auch fantastische Tiere und vieles mehr -  der Fantasie der Künstler sind keine Grenzen gesetzt. Und früher oder später wird das Kunstwerk wieder von der Natur eingenommen.

LandArt öffnet eine neue Sicht der Natur und nicht zuletzt führt diese Arbeit die Vergänglichkeit und den Zerfall allen Irdischen vor Augen. Manchmal besteht das Kunstwerk nur für Bruchteile von Sekunden. Was wegweht oder -fließt, um- oder einstürzt oder sich auflöst, ist nicht verschwunden. Es geht nur in eine andere Form über.

 

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