Hospiz macht Schule

 -  auch in der Region Hannover

Groß Munzel - 06.03.2017 - 10.03.2017

Erfahrungsbericht der Klassenlehrerin Frau Katharina Idel:

"Als mir eine Kollegin den Vorschlag machte, die Projektwoche „Hospiz macht Schule“ in unseren 3. Klassen durchzuführen, war ich von der Idee sofort angetan. Im Schulalltag wird einem häufig bewusst, wie schwierig der Umgang mit derart sensiblen Themen, wie Krankheit, Tod und Trauer, häufig ist. Besonders als Lehrkraft ist man oft unsicher, wie sehr die eigenen Vorstellungen und das Empfinden für einen angemessenen Umgang mit denen der Eltern eines betroffenen Kindes übereinstimmen. Diese Unsicherheiten erschweren eine souveräne Haltung, welche den Schülerinnen und Schülern helfen sollte, uns als Stütze und sicheren Anker zu empfinden. Kinder merken sofort, wenn sie bei uns Erwachsenen Unbehagen auslösen oder wir versuchen, dem Thema oder der Fragestellung auszuweichen.
Es war eine großartige Erfahrung, Experten und ausgebildete Personen in den Unterrichtsalltag einzubinden und den Kindern die Möglichkeit zu geben, alle Fragen, Ängste und Wünsche äußern zu dürfen, ohne selbst Angst haben zu müssen, auf alles eine passende Antwort zu haben. Die Zusammenarbeit war sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für mich als Lehrerin eine Bereicherung. Besonders die Arbeit mit den vielen verschiedenen Persönlichkeiten einer ganz anderen Altersgruppe hat mir große Freude bereitet. Diese Freude habe ich auch bei den Kindern gespürt. Es hat eine ganz besondere Wirkung, wenn die sorgsam ausgewählten Inhalte behutsam von jemandem vermittelt werden, der keine Scheu zeigt, Dinge auszusprechen, und einen sicheren Umgang mit Fragestellungen, die auch nicht immer beantwortet werden können, vorlebt.
Ich fühle mich durch diese gemeinsame, beeindruckende und auch emotionale Woche sehr gestärkt und denke, dass mir diese Erfahrungen helfen werden, in Zukunft befreiter und sicherer mit schwierigen Situationen umzugehen."

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Befähigungskurs: 

Hospiz macht Schule
Bei Hospiz macht Schule handelt es sich um eine Projektwoche an Grundschulen. Durchgeführt wird diese von zuvor befähigten und ehrenamtlich engagierten Menschen aus örtlichen Hospizgruppen in Kooperation mit den Grundschulen. Die Ehrenamtlichen werden in dem speziell für das Projekt entwickelten Ausbildungsstandard der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH für die Durchführung der Projektwoche vorbereitet.
Das Projekt richtet sich an Kinder der 3. und 4. Klasse. In dem Konzept der Projektwoche Hospiz macht Schule gehen mindestens fünf oder 6 Ehrenamtliche einer Hospizbewegung für fünf Tage gemeinsam als Team in eine Schulklasse. - Mehr Infos: www.HospizmachtSchule.de

Seminarleitung:
Herr Timmermanns, Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH

Termin:
Freitag, den 09. Juni 2017 von 14:30 - ca. 19:30 Uhr
Samstag, den 10. Juni 2017 von 9:00 - 15:30 Uhr

Veranstaltungsort:
"Lebenshaus"
Hinterkampstr. 14
30890 Barsinghausen

Kosten: 165,-- €
Anmeldung erforderlich:
bitte über den Link
http://www.bundes-hospiz-akademie.de/veranstaltungen
Befähigungskurs "Hospiz macht Schule" in Hannover

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Groß Munzel - 06.02.2017 - 10.02.2017
Kinder verlieren die Angst vor Tod und Trauer
Viele Kinder kommen frühzeitig mit Momenten großer Trauer, mit Tod und Abschied in Berührung – wenn zum Beispiel ein lieber Mensch oder ein Haustier stirbt. Hilfestellungen für solche emotionalen Stresssituationen will der Ambulante Hospizdienst Aufgefangen mit seinem Projekt "Hospiz macht Schule" geben.

Jungen und Mädchen aus der Klasse 3a sowie Lehrerin Anne Luckmann und ehrenamtliche Helfer beenden die Projektwoche mit einem Abschlusskreis.

Zum Abschluss ihrer Projektwoche hat die Klasse 3a aus der Grundschule Groß Munzel am Freitagvormittag ihre Ergebnisse vorgestellt.

Klassenlehrerin Anne Luckmann schwärmt von "Hospiz macht Schule": Unter der Leitung von Erika Maluck habe sich das Aufgefangen-Team überaus behutsam den Empfindungen der Grundschüler genähert.

"Die Schüler durften immer wieder Fragen stellen. Im Laufe der fünf Tage lernten sie, dass Tod und Trauer zum Leben dazugehören. Auf diese Weise können die Kinder ihre Ängste abbauen", erläuterte die Lehrerin, die bereits vor drei Jahren das Projekt "Hospiz macht Schule" in eine damalige vierte Klasse nach Groß Munzel geholt hatte.

Zudem sei während des fünftägigen Projektes besonders auffällig, wie liebevoll und einfühlsam die Drittklässler miteinander umgehen: "Hier lerne ich die Kinder zum Teil ganz anders kennen als im normalen Unterricht. Diese Projektwoche ist eine Bereicherung auf allen Ebenen", betonte die Klassenlehrerin.

Im Beisein vieler Eltern berichteten die Kinder am Freitag über ihre Erfahrungen aus der Hospiz-Woche. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto – beispielsweise "Krankheit und Leid" oder "Trost und Trösten". Die Kinder bastelten Collagen, spielten Pantomime, hörten Geschichten, sahen einen Film und führten Interviews mit ihren Eltern über das Traurigsein.

In einem Abschlussgespräch mit Projektleiterin Erika Maluck äußerten sich die Schüler sehr positiv über die Aktionstage: "Es hat sich gut angefühlt. Wir konnten über Sachen sprechen, die uns vielleicht schon passiert sind und uns bedrücken", erklärte Tammo.

Für Mitschülerin Marli war es wichtig zu erfahren, dass es viele Veränderungen im Leben gibt. "Wir haben gelernt, dass auch der Tod zum Leben gehört. Darum müssen wir davor auch keine Angst haben. Und es ist auch nicht schlimm, traurig zu sein", sagte die Drittklässlerin.

Seit drei Jahren bietet Aufgefangen mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer das Projekt "Hospiz macht Schule" für Kinder aus den dritten und vierten Klassen an.

Zum Abschluss der Projektwoche stellen die Kinder aus der Klasse 3a sowie Helfer des Hospizdienstes die Ergebnisse vor.

Quelle: Frank Hermann

Von Frank Hermann

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HOSPIZ MACHT SCHULE
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes kommen in Grundschulklassen.

"Die Angst vor dem Tod nehmen oder erst gar nicht aufkommen lassen."
Von Montag, den 06. Februar bis Freitag, den 10. Februar 2017 und
Montag, den 06. März bis Freitag, den 10. März 2017
werden 6 befähigte Begleiter des ambulanten Hospizdienstes das Projekt in der Grundschule Groß Munzel begleiten. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

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 Im Dezember 2014 haben sich weitere vier Personen für das Projekt
"HOSPIZ MACHT SCHULE" befähigen lassen und möchten den Kindern der 3. und 4. Grundschulklasse die Angst vor Tabuthemen nehmen.

Astrid Aue, Gaby Bunte, Bärbel Oppermann und Regina Osler erweitern nun das BegleiterTeam.
Bericht aus der CalenbergerZeitung von Frank Hermann

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"HOSPIZ MACHT SCHULE"
10.11. - 14.11.2014
in der Regenbogenschule Weetzen - Klasse 3 a

„Das Projekt hat Spaß gemacht“
„Wenn jemand traurig ist, versuche ich ihn zu trösten“
„Ich weiß jetzt, dass ich keine Angst vorm Sterben haben muss“
„Das Malen und Basteln hat mir gut gefallen“
Die Äußerungen der SchülerInnen spiegeln die Stimmung in der Klasse 3a der Regenbogenschule Weetzen nach der Durchführung des Projektes „Hospiz macht Schule“ im November 2014 wieder.

Bericht der Klassenlehrerin Karin Losert
"Sechs ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten eine Woche mit den Drittklässlern zu Themen wie Krankheit, Sterben, Traurigsein und Trösten. Die Arbeit in Kleingruppen ermöglichte jedem Kind, seine Erfahrungen mitzuteilen, Ängste zu äußern und Fragen zu stellen, die zu dem „tabubesetzten Thema Tod“ häufig unterbleiben. In den Gruppenarbeitsphasen wechselten Gespräche mit aktiven Phasen wie Malen, pantomimische Darstellungen, Geschichten und Lieder ab.

Besonders im Gespräch mit Dr. Rädisch, der alle Fragen zum Thema „Krankheiten“ sehr kindgerecht beantwortete, wurde noch einmal deutlich, dass viele Kinder schon mit Verlusten und Krankheiten in Berührung gekommen sind oder auch Ängste vor Krankheiten wie z.B. Krebs bestehen.
Frau Käßmann schreibt in ihrem neuen Buch „Das Zeitliche segnen“, dass sie den Eindruck hätte, dass Kinder gern über Sterben und Tod sprechen würden, die Erwachsenen aber Angst davor hätten. Dieses Projekt gibt Raum für alle Fragen der Kinder und die optimale Zuwendung und Unterstützung sowie die aufrichtigen und kindgerechten Antworten  durch die betreuenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizgruppe ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den o.a. Themenbereichen. 
Als Klassenlehrerin habe ich in dieser Woche sehr viel über die Gefühlswelt und Gedanken der Kinder erfahren und stellte fest, dass Kinder viel unbefangener mit diesem Themenbereich umgehen als wir Erwachsenen.  So wechselten während dieses Projekts emotionale und traurige Momente mit fröhlichen und ausgelassenen Phasen ab. Auch auf das soziale Verhalten der Kinder untereinander wirkten sich diese Projekttage sehr positiv aus.  Ich kann meinen KollegInnen nur empfehlen, die Chance zu nutzen und dieses tolle Team an ihre Schule zu holen.
Vielen Dank noch einmal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes  „Aufgefangen“."
Karin Losert, Regenbogenschule Weetzen

... hier lesen Sie einen Bericht der CON - Calenberger-Online-News

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"HOSPIZ MACHT SCHULE"
10.11. - 14.11.2014
in der Regenbogenschule Weetzen
Das Projekt richtet sich an Kinder der 3. und 4. Klasse. Fünf ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und –begleiter sind für fünf Tage gemeinsam als Team in einer Schulklasse, unterstützt von der Klassenlehrerin der Kinder.

Die Projektwoche hat an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt. Diese sind:
1. Tag: Werden und Vergehen - Wandlungserfahrungen
2. Tag: Krankheit und Leid
3. Tag: Sterben und Tod
4. Tag: Vom Traurig-Sein
5. Tag: Trost und Trösten

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Foto©by_OnlineNewsBarsinghausen

„Es war ganz toll“  
„Ich kann das nur weiterempfehlen“ 
„Es war toll, wie die Kinder miteinander umgegangen sind und getröstet haben, wenn ein Kind von seiner Traurigkeit übermannt wurde“ 
"Wir haben mehr gelacht als geweint"

Im Mai haben 6 Begleiter/innen in der Grundschule Groß Munzel die Projektwoche HospizMachtSchule erfolgreich durchgeführt.
Die Reflexion mit der Lehrerin, dem Arzt und den Begleitern war ausnahmslos positiv.
Auch bei der Rücksprache mit den Kindern und deren Eltern, wurde dieses Projekt für alle, als sehr bereichernd und wohltuend bezeichnet.
Das Projekt war ein Geschenk für alle, die daran beteiligt waren!
Ein herzliches DANKESCHÖN an alle die dieses Konzept erstellt und uns zur Verfügung gestellt haben.

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Foto©by_OnlineNewsBarsinghausen

Neues Projekt des Hospizdienstes
- HOSPIZ MACHT SCHULE -
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes kommen in Grundschulklassen.

... weitere Infos ... OnlineNews

"Die Angst vor dem Tod nehmen oder erst gar nicht aufkommen lassen."
Von Montag, den 05. Mai bis zum Freitag, den 09. Mai 2014 werden 6 befähigte Begleiter vom ambulanten Hospizdienst, das Projekt in der Grundschule Groß Munzel begleiten. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

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   Fotos©W.Passoter

 Barsinghausen - Wennigsen - Gehrden - Ronnenberg 

Am 7. und 8. Juni kamen 15 haupt- und ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem Großraum Hannover beim ambulanten Hospizdienst Diakoniewerk Kirchröder Turm e.V. zusammen. Eingeladen hatte die Deutsche Hospiz- und PalliativAkademie zum Workshop „Hospiz macht Schule“.
Bettina Hagedorn, die das Projekt von Beginn an begleitet, führte mit ihrer hohen Sachkompetenz und Fröhlichkeit durch zwei atmosphärisch sehr dichte Tage.

Im ersten Schritt setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der eigenen ersten Erfahrung mit dem Tod auseinander. Bei aller Unterschiedlichkeit der Erlebnisse wurde deutlich, dass diese erste Erfahrung durchschnittlich im Alter von 6-10 Jahren gemacht wird. Bei der Schilderung, was jeweils als hilfreich oder auch als ganz schwierig empfunden wurde, zeigte sich, wenn Kinder aktiv sein können, eine Aufgabe haben, wenn die Erwachsenen mit  ihnen sprechen, ihre Fragen beantworten und Gefühle ausgedrückt werden können; dann ist dieses erste Erlebnis mit dem Tod nicht negativ oder gar traumatisch.

 Kinder im Grundschulalter haben Abschiede, Verluste oder auch den Tod nächster Angehörige bereits erlebt. Das Konzept „Hospiz macht Schule“ setzt hier an und will dazu beitragen, Fragen der Kinder aufzunehmen und Ängste abzubauen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen.
Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter werden in diesem Kurs befähigt, eine ganze Woche mit einer Klasse an einer Grundschule unter der Überschrift „Leben und Sterben als miteinander verbunden erfahren“ zu gestalten. Jeder Tag hat eine Kiste, eine Farbe, eine Überschrift. Es gibt verbindende Elemente, Möglichkeiten des kreativen Ausdrucks von Gefühlen, Geschichten, Musik und Tanz…
Ein spannendes Projekt, das die Kinder näher zueinander bringt, den Kontakt zwischen Lehrerin und Kindern sowie den Eltern stärkt und auch eine Bereicherung für den Hospizverein ist. Kinder haben eine große Lebensweisheit, die für uns Erwachsene immer wieder überraschend und sehr beeindruckend ist. Eine Teilnehmerin schrieb auf den Rückmeldebogen: „Durch Bettina Hagedorn ist mir noch klarer geworden, wie wichtig das Thema für Kinder, Eltern und uns alle ist.“

Das Gelände des Diakoniewerks Kirchröder Turm e.V. lud mit seinem schönen Garten und einer wunderbaren Verpflegung sehr zum Gelingen dieser Tage bei.
„Es hat Spaß gemacht, die Gruppe war offen zueinander und hat gut zusammengearbeitet.“
„Ich würde sofort beginnen mit der Umsetzung des Workshops – Die Begeisterung der Referentin sprang auf uns über.“
„Ich warte gespannt auf die Möglichkeit, das Gelernte anzuwenden. Die geleistete Vorarbeit ist sehr hilfreich – auch die Zusammenstellung der benötigten Materialien. Vielen Dank!“
Diese Rückmeldungen verdeutlichen, dass „Hospiz macht Schule“ ein Projekt mit Zukunft ist  – nicht nur in Hannover.
Uta Bolze
Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung    

Gern stellen wir Ihnen das Workshop-Konzept in einem ausführlichen Gespräch vor.
Dazu nehmen Sie bitte Kontakt auf:

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